Olympia-Qualifikation in Rotterdam: Wasserballer müssen sich trotz starker Aufholjagd im ersten Spiel geschlagen geben

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14. Februar 2021
Aufholjagd wird nicht belohnt
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Olympia-Qualifikation in Rotterdam: Wasserballer müssen sich trotz starker Aufholjagd im ersten Spiel geschlagen geben

Die deutschen Wasserballer haben Moral bewiesen, das erhoffte Erfolgserlebnis zum Auftakt des Olympia-Qualifikationsturniers in Rotterdam (NED) aber knapp verpasst. Doch die starke Aufholjagd im letzten Viertel zeigt, dass das Team noch mehr kann und sich nicht so leicht geschlagen gibt. Gegen die Niederlande lag das DSV-Team am Sonntag zwischenzeitig bereits mit sechs Toren zurück, zum Start des letzten Spielabschnitts betrug das Defizit immer noch vier Tore. Doch die Mannschaft kämpfte sich im Schlussabschnitt noch einmal bis auf einen Treffer heran. Zum Punktgewinn reichte es aber nicht mehr: Deutschland verlor die Partie mit 10:11 (2:5, 2:3, 2:2, 4:1).

„Wir haben den Start verschlafen und sind überhaupt nicht in den Spielmodus gekommen. Insbesondere in der ersten Hälfte haben wir zu viele Chancen vergeben. Im dritten und vierten Viertel haben wir dann aber noch einmal Charakter gezeigt“, sagte Bundestrainer Hagen Stamm.

In der Vorbereitung auf das Turnier hatte seine Mannschaft zur Auflockerung unter anderem eine Art Biathlonwettbewerb absolviert, allerdings mit eher durchwachsen Schießergebnissen. Auch im Zwemcentrum Rotterdam fehlte zunächst das nötige Zielwasser, wobei sich der gegnerische Torwart Eelco Wagenaar auch gleich mehrfach durch starke Paraden auszeichnen konnte. Nach dem ersten Viertel führten die Gastgeber mit 5:2.

Auch im zweiten Abschnitt bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Deutschland warf zwar häufiger aufs Tor, brachte den Ball aber zu selten in selbigem unter. „Wir haben heute insgesamt ein schwaches Überzahlspiel gezeigt. Zwei Treffer bei zehn Überzahlsituationen sind einfach zu wenig“, sagte Stamm. Auch DSV-Kapitän Julian Real meinte nach dem Spiel: „Unsere Verteidigung stand nicht kompakt genug und vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“ Beim Lattentreffer von Timo van der Bosch war allerdings auch Pech dabei. Die Niederländer präsentierten sich dagegen enorm effektiv und lagen so auf einmal mit 8:2 in Führung, ehe Lucas Gielen und Fynn Schütze mit zwei Treffern kurz vor der Pause noch einmal verkürzten und damit neue Hoffnung für das deutsche Team schürten.

Das dritte Viertel verlief ausgeglichen, allerdings kamen die Deutschen zunächst auch nicht näher heran. Im Schlussviertel fand Hagen Stamm in seiner Auszeit dann aber offenbar die richtigen Worte. Nach Toren von Julian Real, Denis Strelezkij und Fynn Schütze lag Deutschland plötzlich nur noch mit einem Treffer zurück, wurde aber durch die Hinausstellung von Real nach dessen dritten Foul erneut zurückgeworfen. Der Ausgleich gelang danach leider nicht mehr.

Am Montag um 14:30 Uhr trifft das DSV-Team als nächstes auf Frankreich (kostenpflichtiger Livestream auf finatv.live). „Jetzt heißt es: Mund abputzen und morgen neu angreifen“, sagte Hagen Stamm. Dass sie den nötigen Charakter für einen erfolgreichen Turnierverlauf besitzt, hat seine Mannschaft gegen die Niederlande gezeigt.

Die Torschützen im Überblick

Deutschland: Julian Real 3, Fynn Schütze 2, Denis Strelezkij 2, Marko Stamm 2, Lucas Gielen 1.

Niederlande: Jorn Müller 4, Kjeld Veenhuis 3, Thomas Lucas 2, Jorn Winkelhorst 1, Jesse Nispeling 1.

Herausgeber:
Deutscher Schwimm-Verband e.V.