
BUNDESLIGA-FINALSPIELE MÄNNER, U18-MEISTERSCHAFT WEIBLICH …
29. Mai 2026Im dritten Finalspiel um die deutsche Wasserballmeisterschaft hat Titelverteidiger Waspo 98 Hannover den zweiten Sieg errungen. Mit 10:7 setzte sich die Mannschaft von Trainer Aleksandar Radovic gegen die Wasserfreunde Spandau 04 durch und liegt somit in der Serie mit 2:1 in Führung.
Rund 350 Besucher waren ins Volksbad Limmer gekommen und sahen einen optimalen Einstieg ihres Teams in die Begegnung. Die ersten drei Angriffe führten gleich zum Torerfolg. Der Gastgeber präsentierte seine Angriffe zielstrebig, strukturiert, temporeich und mit viel Spielwitz und war folgerichtig nach dem ersten Spielviertel mit 6:3 in Führung gegangen.
Garant für den späteren Erfolg war eine über das gesamte Spiel hinweg aggressive und entschlossene Verteidigung. Mit Ausnahme des fünffachen Torschützen Marton Nagy konnten sich die Spandauer Angreifer kaum entscheidend in Szene setzen. Offensiv wollte aus Sicht der Hannoveraner ab dem zweiten Viertel aber nur noch wenig gelingen. Die Angriffe wirkten zunehmend zerfahren, die Würfe wurden harmloser und kamen aus ungünstigeren Positionen, zudem schlichen sich technische Fehler ein.
Neben der starken Verteidigung war es Waspo-Torwart Felix Benke, der sich mit einer Flut von Paraden zum Sieggaranten aufschwingen konnte. Seine Ruhe, sein Stellungsspiel, die Antizipation der gegnerischen Würfe und seine Reaktionsschnelligkeit sorgten dafür, dass Waspo 98 trotz einer Viertelstunde Spielzeit mit nur einem einzigen erzielten Treffer nie den Ausgleich hinnehmen musste.
Die Schlüsselszene ereignete sich am Beginn des letzten Viertels. Benke parierte einen Strafwurf, der das 7:7 ergeben hätte. Auf der Gegenseite fasste sich Mark Gansen ein Herz und wuchtete einen Ball zum 8:6 ins Netz des ebenfalls stark haltenden Berliner Torwartroutiniers Laszlo Baksa. Zwar kam Spandau noch einmal durch Sebastian Andruszkiewicz zum Anschluss, doch damit war das Pulver der Gäste verschossen. Antonio Buha und Luka Lozina beseitigten mit ihren abschließenden Toren die letzten Zweifel am hart erkämpften Arbeitssieg. So war auch der Ausschluss mit Ersatz gegen Zoran Bozic bereits im zweiten Viertel zu verkraften gewesen.
Am kommenden Mittwoch könnte Waspo 98 mit einem Sieg in Berlin die deutsche Meisterschaft perfekt machen. Gelingt dies nicht, wird der Titel im dann notwendig werdenden alles entscheidenden fünften Finalspiel im Volksbad Limmer am kommenden Samstag ab 18 Uhr vergeben. FG


